By club_forum | Februar 24, 2009 - 4:46 - Posted in Allgemein

Dialog statt Konfrontation - aber der Kampf geht weiter

Pressemitteilung des Club Forum zur Situation um das Haus der Jugend in Böblingen

Am vergangenen Freitag, dem 20. Februar 2009, fand das vorerst letzte Gespräch der „AG Club Forum” bei Oberbürgermeister Alexander Vogelgsang statt. Der Club Forum wurde durch Sven Reisch, Julian Richter und Florian Wahl bei den Gesprächen vertreten.

Das hierbei erzielte Ergebnis - eine mögliche Nutzung der Ratsstube am Marktplatz durch die evangelische Jugendarbeit des Club Forum - steht in der Kontinuität der konstruktiven, gesprächs- und kompromissbereiten Haltung des Club Forum in der Diskussion um das Haus der Jugend, ohne die eigene Position aufzugeben. Florian Wahl: „Das Haus der Jugend ist nach wie vor nicht von der Stadt für die U3-Kinderbetreuung gekauft. Wir kämpfen weiter um den Erhalt des Hauses und der Gemeinderat bleibt hier in der Verantwortung.”

Auch wenn die Ratsstube die einzige gangbare Alternative ist, die Weiterexistenz der Jugendarbeit des Club Forum zu sichern, so würde die Schließung des Hauses der Jugend einen tiefen Einschnitt in das jugendkulturelle Leben der Stadt bedeuten. Sven Reisch: „Wir sind nach wie vor von unserem Zukunftskonzept überzeugt. Ein Haus der Jugend mit Entfaltungsmöglichkeiten für Jugendliche und Proberäumen für Böblinger Künstler ist richtig und wichtig für die Stadt.” Und Julian Richter: „Wir haben in dieser Sache auch eine jugendpolitische Verantwortung übernommen, der wir weiterhin nachkommen werden.”

Neben der prekären Proberaumsituation für Böblinger Bands, die sich während der Kampagne des Club Forum zahlreich gemeldet haben, blieben bei einem Verlust des Hauses der Jugend viele weitere Fragen offen. Ein Ort für das jährliche Open Air-Festival müsste gefunden werden, die Durchführung der Offenen Tage gesichert werden. „Wir haben es in einem gemeinsamen Dialog geschafft, einen Rettungsanker für den Notfall zu setzen. Aber viele weitere Gespräche wären notwendig, um die „Lösung Ratsstube” konkret zu machen”, so Florian Wahl zum weiteren Vorgehen nach einer möglichen Schließung des Hauses der Jugend.

Gleichwohl sind die Vertreter des Club Forum angetan von der positiven und freundlichen Atmosphäre, die während der Gespräche geherrscht hat. Sven Reisch: „Wir nehmen die Alternativangebote als Zeichen der Wertschätzung von Kirche und Stadt für das Wirken des Club Forum wahr.” Julian Richter: „Natürlich war uns der engagierte und immer konstruktive Protest der Böblinger Jugend eine riesige Stütze, für die wir unendlich dankbar sind. Und auch ist klar, dass es ohne das klare Bekenntnis des Oberbürgermeisters zur Jugendarbeit des Club Forum eine solche Alternative nicht hätte geben können.”

Die seit einiger Zeit leer stehende Böblinger Ratsstube ist deshalb eine denkbare Alternative, weil dem Club Forum dort ein eigenständiges Domizil geboten würde, nach einer Anpassung einige Veranstaltungen aus dem Angebot des Club Forum möglich wären, und sich durch die räumliche Nähe zum Stadtjugendring die gute Zusammenarbeit ausbauen ließe. „Als Teil der Evangelischen Kirche ist die Laufnähe zur Festen Burg und damit die Anbindung an die Jugendreferenten ein wichtiger Faktor”, so Florian Wahl, „und wenn Jugend und Ehrenamt in das Herz der Stadt rücken, ist das positiv für das Stadtleben.” Julian Richter ergänzt: „Damit hätte die Innenstadt eine nicht-kommerzielle Alternative für die jugendlichen Nachtschwärmer, die von jungen Ehrenamtlichen betreut würde.”

Das Casa Nostra kam für den Club Forum als Alternative nicht in Betracht, weil dies zu einer gegenseitigen Verdrängung und damit Verkleinerung des Angebotes für die Jugend führen würde. Sven Reisch: „Wir stehen nicht für den Plan zur Verfügung, aus zwei Angeboten für die Jugend der Stadt eines zu machen.” Florian Wahl: „Jugendangebote dürfen nicht gegeneinander aufgewogen werden. Der Club Forum wird anderen Jugendgruppen, Vereinen und Ehrenamtlichen definitiv keine Räume wegnehmen.”

Die „Lösung Ratsstüble” wäre die einzige alternative Möglichkeit, ehrenamtlich und in Eigenregie durch Jugendliche organisierte Freizeitangebote des Club Forum zu erhalten. Einen Mehrwert für Jugend und Kultur in Böblingen würde jedoch nur der Erhalt des Hauses der Jugend als ein jugendkultureller Schmelztiegel von Veranstaltern, Vereinen und Kulturschaffenden liefern. Deshalb bestätigen die drei Vertreter des Club Forum dessen einhellige Meinung: „Wir kämpfen bis zum Ende um das Haus der Jugend und sind uns der Unterstützung der Böblinger Jugend und zahlreicher Böblinger Bürgerinnen und Bürger gewiss.”

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